Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)

Am 1. Januar 2009 trat der Gesundheitsfonds in Kraft. Seitdem sind die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in allen Krankenkassen gleich hoch. Der Beitragssatz beträgt seit 2011 15,5 % und wird in Zukunft nicht mehr an einen möglicherweise ansteigenden Finanzbedarf angepasst. Die Krankenkassen haben allerdings die Möglichkeit, einen Zusatzbeitrag zu erheben, falls die Einnahmen aus den Beiträgen der Versicherten nicht ausreichen sollten.

Da es in der GKV Mitglieder gibt, die keinen Anspruch auf Krankengeld haben, müssen diesenur einen ermäßigten Beitrag leisten. Der Beitragssatz ist für diese Personen um 0,6 % niedriger als der allgemeine Beitragssatz.

Beiträge werden geteilt

Früher wurden die Beiträge paritätisch auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer verteilt. Das ist jetzt anders. Ein Arbeitgeber muss nur noch die Hälfte des Beitragssatzes leisten, der um 0,9 % reduziert wurde. Den restlichen Beitrag leisten die Arbeitnehmer. Beim aktuellen Beitragssatz von 15,5 % bedeutet das, dass der Arbeitnehmer 8,2 % und der Arbeitgeber 7,3 % des Beitrags leistet.

Wenn die Krankenkasse einen Zusatzbeitrag erhebt, so muss der Arbeitnehmer diesen selbst tragen. Werden allerdings bestimmte Voraussetzungen erfüllt, hat ein Mitglied der GKVAnspruch auf einen Sozialausgleich für den von der Kasse erhobenen Zusatzbeitrag.

Beitragsbemessungsgrenze deckelt Beiträge

Im Gegensatz zur privaten Krankenversicherung (PKV) ist die Höhe des monatlichen Beitragszur GKV durch die Beitragsbemessungsgrenze gedeckelt. Das heißt, dass im Jahr 2012 ein Arbeitnehmer einen Beitrag von höchstens 313,65 € monatlich zu entrichten hat. Ein Zusatzbeitrag, der möglicherweise von der Krankenkasse des Versicherten erhoben wird, ist dabei noch nicht berücksichtigt.

Bei der Wahl einer Krankenkasse brauchen Sie also nicht auf die Höhe der Beiträge zu achten – diese werden ohnehin einkommensabhängig berechnet. Vielmehr sollten Sie sich überlegen, ob Sie bereit sind, einen Zusatzbeitrag zu entrichten oder nicht. Denn für diesen Beitrag müssen Sie als Arbeitnehmer vollständig allein aufkommen.

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