Vergleich der Beiträge gesetzliche und private Krankenversicherung

Auch was die Gestaltung der Beiträge anbelangt gibt es zwischen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und privaten Krankenversicherung (PKV) große Unterschiede. Diese haben wir für Sie zusammengestellt.

Der wohl grundlegendste Unterschied besteht darin, dass die Kalkulation der Beiträge in der GKV für alle Mitglieder gleich ist. In der PKV ist die Höhe der Beiträge hingegen vom individuellen Gesundheitsrisiko und vom gewählten Tarif abhängig.

Wechsel für GKV-Versicherte recht einfach

Für gesetzlich Versicherte ist es relativ einfach, die Krankenkasse zu wechseln, wenn beispielsweise die aktuelle Kasse einen Zusatzbeitrag erhebt oder diesen erhöht. Auch privat Versicherte können ihre Krankenversicherung wechseln.

Allerdings kann es dabei zu erheblichen finanziellen Nachteilen kommen. Beispielsweise können Sie die Altersrückstellungen, die vor dem Inkrafttreten des Gesundheitsfondsangespart wurden, nicht von Ihrem alten zu Ihrem neuen Anbieter übertragen. Oder es können auch zusätzliche Risikozuschläge erhoben werden.

Durch das System, das der PKV zugrunde liegt, kann es passieren, dass manche Tarife sozusagen “vergreisen”. Dadurch steigen die Beiträge dann unverhältnismäßig stark an. Somit kann ein GKV-Mitglied mit seinem fest geregelten Beitrag durchaus besser dran sein. Als privat Versicherter hat man dann die Möglichkeit, dass man seine Leistungsansprüche etwas zurückschraubt, um dadurch die Beiträge niedriger zu halten.

In der GKV keine Rücklagenbildung nötig

Außerdem müssen in der privaten Krankenversicherung ja auch Rücklagen gebildet werden. Den Versicherten muss im Rentenalter ein Tarif angeboten werden, der dem in der GKV äquivalent ist. Dieser sogenannte Standardtarif darf den Höchstbeitrag in der GKV nicht überschreiten und umfasst auch die gleichen Leistungen. Auch Versicherte, die über 55 Jahre alt und in Altersteilzeit sind, können den Standardtarif in Anspruch nehmen.

Ein großer Vorteil der GKV gegenüber der PKV ist, dass für Familienangehörige unter bestimmten Bedingungen kein extra Beitrag geleistet werden muss, sondern diese in derFamilienversicherung des GKV-Mitglieds versichert werden können.

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